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BIM 2025 – Chancen und Risiken für Architekten und Ingenieure

Kai Doerk · 13.10.2025 ·

Building Information Modeling (BIM) ist längst mehr als eine digitale Planungsmethode.
Es ist der neue Standard für Zusammenarbeit, Qualität und Effizienz im Bauwesen – und 2025 wird er in Deutschland verpflichtender Bestandteil vieler öffentlicher Ausschreibungen.

Doch mit der Transparenz kommen neue Verantwortlichkeiten:
Wer mit BIM arbeitet, haftet nicht nur für seine Planung, sondern zunehmend für den Umgang mit Daten, Modellen und Schnittstellen.

BIM bringt enorme Chancen – aber auch Risiken, die viele Büros bislang unterschätzen.


1. Was sich 2025 verändert hat

Bis 2023 war BIM in Deutschland vor allem bei Großprojekten Standard.
2025 hat sich das geändert:

  • Öffentliche Auftraggeber fordern BIM auch bei mittleren Projekten (> 5 Mio. €).
  • Bauherren verlangen vollständige digitale Gebäudedaten (CO₂, Lebenszykluskosten, Wartung).
  • Softwarelösungen wie Revit, Archicad, Allplan, Vectorworks, Trimble Connect oder Solibri sind branchenübergreifend integriert.

Damit wird BIM vom Werkzeug zur Verpflichtung – technisch, juristisch und organisatorisch.


2. Die größten Chancen von BIM

a) Effizienz & Kostenkontrolle

Durch 3D-Modelle und Echtzeitdaten sinken Planungsfehler, Mengen und Kosten werden automatisch synchronisiert.

  • Nach Berechnungen des BBSR lassen sich bis zu 20 % Planungszeit und 15 % Baukosten einsparen.
  • Automatische Kollisionserkennung reduziert Nachträge drastisch.

b) Bessere Zusammenarbeit

Architekt:innen, Ingenieur:innen, TGA-Planer:innen und Bauunternehmen arbeiten am selben Datenmodell – kein E-Mail-Pingpong mehr.
Änderungen sind sofort sichtbar, Entscheidungen werden faktenbasiert.

c) Nachhaltigkeit & Dokumentation

Mit BIM entsteht ein digitaler Zwilling, der später Wartung, Sanierung und Recycling erleichtert.
Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern wird auch von Auftraggebern zunehmend gefordert (Stichwort ESG).


3. Die unterschätzten Risiken

a) Datenverantwortung & Haftung

BIM erzeugt Transparenz – und damit neue Haftungsrisiken.
Wer falsche Daten ins Modell einspeist oder Änderungen unzureichend dokumentiert, kann für Folgeschäden anderer Gewerke haften.
Das gilt auch, wenn die Fehler durch Software-Schnittstellen entstehen.

Beispiel:
Ein TGA-Ingenieur überträgt falsche Rohrdurchmesser in das Gesamtmodell.
Der Architekt erkennt den Fehler nicht, das System genehmigt ihn – der Schaden geht durch.
Juristisch: Gesamtschuldnerische Haftung aller Beteiligten.

b) Versions- und Zugriffsmanagement

Ein häufiger Streitpunkt sind falsche Versionsstände.
Wenn mehrere Beteiligte parallel Änderungen durchführen, entstehen „Datenkollisionen“.
Ohne klar definierte Verantwortlichkeiten im BIM-Abwicklungsplan (BAP) droht Haftungschaos.

c) Software- und IT-Risiken

Cloud-Modelle sind anfällig für Cyberangriffe.
Wird ein Projekt durch Ransomware lahmgelegt oder manipuliert, haften die Beteiligten für Verzug und Datenverlust – besonders, wenn keine Cyberversicherung besteht.

d) Unklare Rollenverteilung

Wer ist für was verantwortlich – Architekt, BIM-Koordinator, Fachplaner oder Auftraggeber?
Fehlt eine eindeutige Definition, drohen Haftungsüberlagerungen.
Gerichte urteilen zunehmend danach, wer die technische Kontrolle über das Modell hatte.


4. Rechtliche Grundlagen

Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklungen

In der aktuellen Fachliteratur und Instanzrechtsprechung zeigt sich ein klarer Trend:
Gerichte und Kommentatoren übertragen die etablierten Haftungsgrundsätze zunehmend auch auf digitale Planungsprozesse – insbesondere bei der Nutzung von BIM-Modellen oder gemeinsamen Datenumgebungen.

So wird vertreten, dass jeder Beteiligte, der Daten in ein gemeinsames Modell einbringt, eine Mitverantwortung für deren Richtigkeit und Vollständigkeit trägt. Ebenso weisen Fachautoren darauf hin, dass mangelhafte Dokumentation oder fehlende Datenprotokolle als Organisationsverschulden gewertet werden können, wenn dadurch Planungs- oder Koordinationsfehler entstehen.

Auf europäischer Ebene befassen sich derzeit mehrere Fachgremien und juristische Arbeitskreise mit der Frage, ob BIM-Modelle urheberrechtlich als „Werk“ im Sinne des EU-Rechts einzustufen sind – mit möglichen Auswirkungen auf Nutzungs- und Verwertungsrechte. Ein offizielles EuGH-Verfahren zu diesem Thema ist bislang jedoch nicht abgeschlossen.


5. Wie Büros sich jetzt richtig aufstellen

  1. Klare BIM-Verträge:
    • Aufgaben und Verantwortlichkeiten definieren
    • Haftung pro Gewerk und Schnittstelle festlegen
    • Urheberrechte und Nutzungsbedingungen regeln
  2. BIM-Abwicklungsplan (BAP) ernst nehmen:
    • Versionierung, Datenprüfung und Protokollierung standardisieren
    • Zuständigkeiten für Datenfreigaben klar zuweisen
  3. Dokumentation digital sichern:
    • Alle Modelländerungen archivieren
    • E-Mail-Abstimmungen durch Projektplattform ersetzen
  4. Technische Schulung & Haftungsbewusstsein fördern:
    • Mitarbeiterschulungen zu Rechten, Pflichten und Datenmanagement
    • Einführung eines internen Vier-Augen-Prinzips für Freigaben

6. Versicherungsschutz im BIM-Zeitalter

Die klassische Berufshaftpflicht deckt Planungsfehler – aber keine automatisierte Datenverarbeitung oder Software-Schnittstellen.
Deshalb brauchen BIM-affine Büros erweiterte Deckungskonzepte, z. B.:

  • Berufshaftpflicht mit IT- und Datenklausel
  • Cyberversicherung für Cloud-Modelle
  • Projektversicherung, wenn mehrere Büros gemeinsam haften

CKO Versicherungsmakler bietet spezielle Lösungen für BIM-Büros – von Haftpflicht bis Cyberdeckung – und kennt die Fallstricke der neuen Rechtsprechung.


Fazit – BIM ist Pflicht, aber auch Verantwortung

BIM verändert die Planungswelt radikal:
Mehr Effizienz, mehr Transparenz – aber auch mehr Verantwortung.
Architekt:innen und Ingenieur:innen müssen 2025 nicht nur digital planen, sondern rechtssicher handeln.

Wer technische Präzision mit juristischem Bewusstsein kombiniert, hat die Nase vorn.
Und wer seinen Versicherungsschutz an die digitale Realität anpasst, kann BIM als das nutzen, was es sein soll: eine Chance – nicht ein Risiko.

CKO Versicherungsmakler unterstützt Architekten und Ingenieure dabei, BIM-Projekte sicher und wirtschaftlich zu gestalten – mit klaren Haftungskonzepten, branchenspezifischem Versicherungsschutz und praxisnaher Beratung.

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